Mitglied im Vaccine Safety Net der WHO


Impfungen für Säuglinge & Kinder > Informationen zur Meningokokken-Impfung > Meningokokken

Meningokokken
Autor: Prof. Dr. T. Jelinek, G. Hartmann-Kötting

Artikel empfehlenDruckversionZu Favoriten hinzufügen
Gruppe
Häufig gestellte Fragen und Antworten
Nur 400 – 800 Erkrankungen jährlich in Deutschland. Lohnt sich da die Impfung?
Meningokokken verursachen sehr schwere Krankheitsverläufe. Trotz ärztlicher Behandlung versterben in Deutschland 10 Prozent der Patienten und 20 Prozent müssen mit Spätfolgen wie lebenslanger Taubheit oder der Amputation von Gliedmaßen leben. Die Impfung schützt vor solchen Schicksalsschlägen.
Was weiß man über Nebenwirkungen?
Die Impfstoffe gegen Meningokokken sind gut verträglich. Bei einer Unverträglichkeit gegen Bestandteile des Impfstoffes sollte der Arzt eine strenge Risiko-Abwägung vornehmen. Nach der Impfung treten häufig leichte Schmerzen und Schwellungen an der Einstichstelle auf. Gelegentlich kommt es zu erhöhter Temperatur und einem leichten Krankheitsgefühl mit Magen-Darm-Beschwerden. Sehr selten sind allergische Reaktionen.
Wie lange hält der Impfschutz?
Bei den Impfungen gegen Meningokokken C und ACWY handelt es sich um sogenannte Konjugatimpfstoffe, die einen sehr langen Schutz bieten (vermutlich mindestens 10 Jahre). Der Impfstoff gegen Meningokokken B ist ein sogenannter Proteinimpfstoff, der vermutlich einen ebenso langen Impfschutz bietet. Studiendaten zum Langzeitschutz stehen allerdings noch aus.
Was ist zu tun, wenn im Bekanntenkreis jemand an einer Meningokokken-Infektion erkrankt?
Meningokokken gehen außerhalb des menschlichen Körpers schnell zu Grunde. Eine Übertragung erfolgt immer durch den direkten Kontakt mit einem Infizierten. Kommt es zu einer Erkrankung, sollten alle engen Kontaktpersonen schnellstmöglich mit einem Antibiotikum vorbeugend behandelt werden.

Quellen:
  • Robert Koch Institut (RKI). Epidemiologisches Bulletin, Ausgaben: 34/2013, 35/2013, 45/2009
  • Daten des Nationalen Referenzzentrums für Meningokokken, Institut für Hygiene und Mikrobiologie, Universität Würzburg
  • Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses über Schutzimpfungen nach § 20d Abs. 1 SGB V (Schutzimpfungs-Richtlinie/SI-RL).15. Oktober 2009
  • Fachinformation der in Deutschland verfügbaren Impfstoffe. Rote Liste® Service GmbH


Aktualisiert am 26.03.2014, erstellt am 20.04.2009