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FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)
Autor: PD Dr. T. Jelinek, Dr. B. Reckendrees

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Wann ist die Impfung sinnvoll?
Die STIKO empfiehlt allen, die sich beruflich oder privat in FSME-Gebieten in der Natur aufhalten, sich impfen zu lassen.

FSME – Was ist das?
FSME steht für Frühsommer-Meningoenzephalitis - eine von Zecken übertragene Virusinfektion. Die Viren können lebensbedrohliche Hirn- und Hirnhautentzündungen hervorrufen. Die Hauptverbreitungsgebiete liegen in Süddeutschland (Baden-Württemberg, Bayern) sowie Teilen von Österreich, der Schweiz, Skandinavien und Osteuropa (siehe Karte Europa). In Deutschland sind daneben auch einzelne Landkreise in Hessen, Rheinland-Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Thüringen betroffen (siehe Karte Deutschland). Verwandte Viren (RSSE) finden sich außerdem im östlichen Sibirien und dem angrenzenden China.
Sicheren Schutz vor einer Infektion mit FSME bietet nur die Impfung. Da Zecken auch andere Krankheiten (z.B. Borreliose) übertragen können, gegen die es keine Impfungen gibt, sollte man bei Aufenthalt in der Natur an geschlossene Kleidung denken und gegebenenfalls zeckenabwehrende Mittel für die Haut (Repellentien) benutzen.
Welche Impfung gibt es?
Die Impfung gegen FSME ist eine Injektionsimpfung mit zuverlässiger Schutzwirkung. Um einen vollständigen Impfschutz zu erreichen, sind in Abständen von mehreren Monaten drei Teilimpfungen notwendig. Danach muss alle 3 bis 5 Jahre eine Auffrischimpfung erfolgen. Kinder und Jugendliche nach vollendetem 1. bis zum 12. bzw. 16. Lebensjahr erhalten eine geringere Impfstoffdosis.
Gibt es Impfrisiken?
Die Impfung gegen FSME ist in der Regel gut verträglich. Bei bekannter Unverträglichkeit gegen Bestandteile des Impfstoffes und während einer Schwangerschaft bzw. der Stillzeit sollte nur unter strenger Risiko-Abwägung geimpft werden. Gleiches gilt für Kinder unter drei Jahren. Bei akuter, behandlungsbedürftiger Erkrankung sollte die Impfung erst 2 Wochen nach der Genesung erfolgen. Nach der Impfung treten häufig leichte Schmerzen und Schwellungen an der Einstichstelle auf. Gelegentlich kommt es zu Fieber, Gliederschmerzen und Übelkeit. Sehr selten sind allergische Reaktionen.
Wer übernimmt die Impfkosten?
Bei Aufenthalt in Risikogebieten innerhalb Deutschlands wird die FSME-Impfung meist von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Darüber hinaus erstatten zahlreiche gesetzliche Krankenkassen die Impfung auch bei privaten Auslandsreisen. Eine Liste der betreffenden Krankenkassen finden Sie in der Rubrik „Kostenerstattung“ auf der Internetseite des CRM Centrum für Reisemedizin.
Privat Versicherte sollten sich bei ihrer Versicherung bzw. anhand des persönlichen Vertrages informieren. Beruflich bedingte Impfungen werden in der Regel vom Arbeitgeber übernommen.


Aktualisiert am 26.02.2013, erstellt am 28.11.2007


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