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Informationen zur Impfung gegen HPV (Humane Papillomviren)
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Junges Paar
HPV-Impfung - Wirklich sinnvoll?
Seit Oktober 2006 gibt es in Deutschland eine vierfache HPV-Impfung, die Frauen vor Erkrankungen, verursacht durch die wichtigsten HPV-Typen 6, 11, 16 und 18, schützt. Diese Virustypen sind im Wesentlichen Hauptverursacher von Gebärmutterhalskrebs, dessen Vorstufen und von Genitalwarzen. Seit April 2016 ist ein neunfacher Impfstoff verfügbar, der zusätzlich gegen 5 weitere Hochrisiko-Typen schützt. Da die Ansteckung in den meisten Fällen durch Geschlechtsverkehr erfolgt, ist die Impfung vor dem „ersten Mal“ am sinnvollsten – aber nicht nur dann.
Untersuchungen zeigen, dass jede vierte Frau unter 30 Jahren sich infiziert. Bei älteren Frauen ist es immer noch etwa jede zwölfte. Die Wahrscheinlichkeit, sich mit allen HPV-Typen, vor denen die Impfung schützt, gleichzeitig anzustecken, ist jedoch außerordentlich gering.
Zu bedenken ist darüber hinaus, dass Jungen und Männer potentielle Virusüberträger sind. Wenn auch sie sich impfen ließen, könnte die Ausbreitung der Viren besser eingedämmt werden. Der vierfache sowie auch der neunfache HPV-Impfstoff bietet ihnen außerdem Schutz vor einer Erkrankung an so genannten Feigwarzen, die Männer wie Frauen befallen können, sowie vor der Entstehung von Penis- und Analkarzinomen, die allerdings nur selten auftreten.
Es gibt verschiedene Impfstoffe – Fragen Sie nach!
Derzeit gibt es drei unterschiedliche HPV-Impfstoffe. Ein vierfacher Impfstoff, der gegen die HP-Virustypen 6, 11, 16 und 18 schützt – also gegen die Hauptverursacher des Gebärmutterhalskrebses, dessen Vorstufen und gegen Genitalwarzen – sowie ein zweifacher, der gegen Gebärmutterhalskrebs und dessen Vorstufen schützt, sind bereits seit längerer Zeit auf dem Markt. Seit April 2016 ist zudem ein neunfacher Impfstoff verfügbar, der den Schutz des vierfachen Impfstoffes auf 5 weitere HPV-Typen ausdehnt.
Wie sicher ist die Impfung?
Die Sicherheit der Impfungen wird durch Meldesysteme in mehreren Ländern überwacht. In der Regel werden die HPV-Impfstoffe gut vertragen. Schwerwiegende unerwünschte Wirkungen der Impfung wurden bisher nicht festgestellt.

Für Beunruhigung sorgten die in zeitlicher Nähe zur HPV-Impfung gemeldeten Todesfälle in den USA, in Großbritannien, Österreich und Deutschland. Bisher sind jedoch alle durchgeführten Untersuchungen der zuständigen Behörden zu dem Ergebnis gekommen, dass es keinen Zusammenhang zwischen dem Tod der Frauen und der Impfung gab.

Weitere Informationen hat das Paul-Ehrlich-Institut auf seiner Internetseite www.pei.de veröffentlicht.


Aktualisiert am 06.06.2016, erstellt am 04.12.2007