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Grippe (Influenza)
Autor: PD Dr. T. Jelinek, Dr. B. Reckendrees Grippe – Was ist das?
Die Grippe (Influenza) tritt vermehrt zu bestimmten Zeiten auf: auf der nördlichen Halbkugel von Dezember bis April und auf der südlichen Halbkugel von April bis Oktober. Im Gegensatz zu einem grippalen Infekt, wie beispielsweise einer Erkältung, ist die Grippe eine ernst zunehmende Viruskrankheit.
Da sie als Tröpfcheninfektion sehr ansteckend ist, kommt es häufig zu lokalen Ausbrüchen (Epidemie), die sich immer mal wieder über ganze Länder und Kontinente ausbreiten. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts sind in Deutschland etwa 10 bis 20 % der Bevölkerung von den jährlichen Grippewellen betroffen. Pro Jahr müssen etwa 10.000 bis 20.000 Personen wegen einer Grippe im Krankenhaus behandelt werden, bei durchschnittlich 10.000 Erkrankten verläuft die Erkrankung tödlich.
Welche Impfung gibt es?
Die Impfung gegen Grippe ist eine Injektionsimpfung. Um einen Impfschutz aufzubauen, ist nur eine Impfung notwendig. Kinder können ab dem 6. Lebensmonat geimpft werden. Da sich die Grippeviren rasch verändern, werden sie bereits in der nächsten "Grippesaison" nicht mehr vom Immunsystem erkannt. Daher muss die Grippeimpfung jährlich erneuert werden. In Deutschland sollte die Impfung möglichst im Oktober erfolgen. Jedes Jahr wird je ein Impfstoff für die nördliche und die südliche Halbkugel empfohlen. Bei Reisen auf die Südhalbkugel sollte bedacht werden, dass eine Impfung für die Nordhalbkugel dort nur bedingt schützt. Zudem bietet sie keinen Schutz vor einer Erkältung oder der Vogelgrippe.
Gibt es Impfrisiken?
Die Grippeimpfung wird in der Regel gut vertragen. Nicht geimpft werden kann bei Unverträglichkeit gegen Bestandteile des Impfstoffes, vor allem Hühnereiweiß. Bei akuter, fieberhafter Erkrankung sollte die Impfung erst nach der Genesung erfolgen. Nach der Impfung treten häufig leichte Schmerzen und Schwellungen an der Einstichstelle auf. Gelegentlich kommt es zu erhöhter Temperatur und einem leichten Krankheitsgefühl. Allergische Reaktionen treten nur selten auf.
Wer übernimmt die Impfkosten?
Für alle ab dem 60. Lebensjahr, Schwangere (ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel) sowie für Personen mit erhöhtem Risiko (z.B. bei Diabetes) wird die Impfung gegen Grippe von den Krankenkassen getragen.
Viele Krankenkassen übernehmen die Grippe-Impfung allerdings oft auch für alle anderen Versicherten. Dies entspricht der aktuellen Empfehlung der Sächsischen Impfkommission (SIKO), die seit Januar 2010 eine jährliche Grippe-Impfung ab dem vollendeten 6. Lebensmonat empfiehlt. Ob auch Ihre Krankenversicherung Ihnen die Grippe-Impfung erstattet, können Sie hier nachlesen. Beruflich bedingte Impfungen werden in der Regel vom Arbeitgeber übernommen. Aktualisiert am 26.02.2013, erstellt am 28.11.2007 1 2 |
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